Lean Management und Industrie 4.0 gelten als zentrale Erfolgsfaktoren moderner Produktion. Während Lean für effiziente und stabile Prozesse sorgt, ermöglicht Industrie 4.0 vernetzte und datengetriebene Systeme. Doch in vielen Unternehmen werden beide Ansätze noch getrennt gedacht. Das hat spürbare Folgen für Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.
Beide Ansätze entfalten ihre Wirkung für sich allein. Ihre eigentliche Stärke liegt jedoch im Zusammenspiel. Ein schlanker Prozess ohne Datengrundlage bleibt reaktiv, während ein digitalisierter Prozess ohne klare Struktur an Effizienz verliert. Entscheidend ist daher, beide Elemente gezielt miteinander zu verbinden.
In der Praxis existieren Lean-Ansätze und digitale Technologien in vielen Unternehmen häufig nebeneinander, ohne sich wirklich zu ergänzen. Prozesse sind zwar standardisiert, aber oft wenig adaptiv. Daten werden erhoben, jedoch nicht systematisch genutzt. Technologien sind vorhanden, greifen aber nur selten sinnvoll in bestehende Abläufe ein.
Die Folge: Wertvolle Potenziale bleiben ungenutzt. Gleichzeitig steigt der Druck, genau diese Lücke zu schließen. Denn digitale Entwicklungen verändern zunehmend die Anforderungen an Kompetenzen und Arbeitsweisen.
Genau hier setzt das Projekt Lernfabriken@BeruflicheBildung an: Lean Management und Industrie 4.0 werden gezielt zusammengeführt und nicht isoliert vermittelt. Die Qualifizierungen folgen dabei einer klaren Lernlogik. Vom Verstehen über das Anwenden bis hin zum eigenständigen Weiterentwickeln. So entsteht ein durchgängiger Kompetenzaufbau, der direkt in die betriebliche Praxis überführt werden kann.
Entscheidend ist dabei das Lernumfeld: Statt abstrakter Wissensvermittlung arbeiten die Teilnehmenden in realitätsnahen Produktionssystemen. Prozesse, Methoden und Technologien werden so unmittelbar erlebbar und anwendbar. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Lernfabrik Globale Produktion am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Zusammenarbeit mit dem wbk Institut für Produktionstechnik.
Die Formate im Projekt sind bewusst als Pilotformate angelegt. Sie bieten Raum, neue Qualifizierungskonzepte zu erproben, Rückmeldungen aus der Praxis zu integrieren und daraus nachhaltige Weiterbildungsangebote zu entwickeln. Im Zentrum steht dabei immer die gleiche Frage: Wie gelingt der Transfer in den betrieblichen Alltag?
Sie möchten verstehen, wie Lean und Digitalisierung in der Produktion zusammenspielen und was das konkret für Ihr Unternehmen bedeutet?
Dann sind Sie in unserem Workshop genau richtig:
📍Lernfabrik Globale Produktion, KIT Karlsruhe
📅 18. – 19. Juni
👉 Jetzt Platz sichern: Zur Anmeldung
Förderhinweis
Mit dem Programm InnoVET fördert das Bundesministerium für Bildung und Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).
Teilnehmende analysieren eine digital simulierte Produktionsumgebung in der Lernfabrik am KIT zur Verbindung von Lean Management und Industrie 4.0.
Jana Eiser-Mauthner
Projektleiterin DiKliMa | Lernfabriken@BeruflicheBildung
Tel. 0170 7225665
jana.eiser-mauthner@nws-mb.de
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