Nachwuchsstiftung Maschinenbau eröffnet Standort Süd in Tübingen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigt sich begeistert über den neuen Standort

Im Rahmen einer offiziellen Eröffnungsfeier mit über 100 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft ist am Donnerstag in Tübingen unter Beisein des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Herrn Winfried Kretschmann, die Nachwuchsstiftung Maschinenbau offiziell vorgestellt worden. Die Gründung des Standortes ist ein strategischer Meilenstein, der den kontinuierlichen Wissenstransfer und die Angebote der Nachwuchsstiftung auch im Süden Deutschlands weiter in die Breite tragen soll.

Ich freue mich sehr, heute hier zu sein in einer hochmodernen Ausbildungsstätte, auf dem Gelände eines starken mittelständischen Maschinenbauers und in einer Region, die von Forschergeist nur so strotzt. Die gleichermaßen Heimat ist einer der ältesten Universitäten Deutschlands und eines der modernsten Forschungsverbünde in Europa, dem Cyber Valley. Auch wenn wir Schwaben uns bekanntlich ungern selber loben: Einen besseren Standort hätte die Nachwuchsstiftung Maschinenbau kaum finden können“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Auch in der Smart Factory der Zukunft läuft es nicht ohne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und ohne qualifizierte schon gar nicht. Daher ist die Arbeit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau so wichtig. Sie ist Impulsgeber und Wegbegleiter. Sie geht das drängende Problem des Fachkräftemangels an. Indem sie Begeisterung für Technik weckt,“ so der Ministerpräsident weiter.

Umso mehr macht es mich stolz, dass sich die Nachwuchsstiftung Maschinenbau für die Räumlichkeiten der Paul Horn GmbH entschieden hat,“ freute sich auch Markus Horn, Geschäftsführer der Paul Horn GmbH und ist überzeugt, „dass die Stiftung ein Zugewinn für Tübingen, Baden-Württemberg sowie den gesamten süddeutschen Raum ist.“

Diese Brancheninitiative ist unter einer gemeinsamen Trägerschaft des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) und des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). Seit Gründung in 2009 verfolgt die Nachwuchsstiftung das Ziel, die Berufsausbildung im Maschinenbau im Hinblick auf die aktuellen und künftigen Anforderungen an den Nachwuchs weiterzuentwickeln. So konnten unter anderem in den letzten 10 Jahren mehr als 7.150 Multiplikatoren in der beruflichen Bildung beraten und qualifiziert, als auch über 125.000 Schülerinnen und Schüler zu den spannenden Berufen im Maschinenbau informiert werden. Ebenso konnten mit Entwicklung und Durchführung von praxisorientierten und nachhaltigen Projekten in der beruflichen Bildung viele Akzente gesetzt werden.

Die Nachhaltigkeit der Nachwuchsentwicklung ist vor dem Hintergrund der Digitalisierung und den Veränderungen, die Industrie 4.0 mit sich bringt, der Schlüssel für den zukünftigen Unternehmenserfolg. Aufgrund der hohen Nachfrage an einer Beratung und Unterstützung im Ausbildungsalltag sowohl bei den Ausbildern als auch bei den Lehrern, ist ein Transfer der Stiftungsaktivitäten eine logische Konsequenz“, so Peter Bole, Leiter der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. So können durch die Kundennähe die Dienstleistungen und die Produkte der Nachwuchsstiftung im Süden Deutschlands noch attraktiver und effektiver gestaltet und angeboten werden.

So startete die Nachwuchsstiftung Maschinenbau am Standort Süd in Tübingen in Kooperation mit der IG Metall das Projekt IT: D (Innovations - und Transfernetzwerk: Digitalisierung in der Berufsbildung). Ziel des Projektes ist ein regelmäßiger Austausch von ca. 50 kleinen und mittelständischen Unternehmen zu Themen Industrie 4.0 und die Unterstützung in einer zunehmend digitalisierten Zukunft durch Erstellung dem Bedarf angepasster Bildungsinhalte.

Technische Schule Aalen mit der Rezertifizierung ausgezeichnet

Ein besonderer Programmpunkt im Rahmen der Eröffnungsfeier war die Auszeichnung der Technischen Schule Aalen mit dem Qualitätssiegel der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. Herr Peter Bole, Leiter der Nachwuchsstiftung Maschinenbau, übergab das Siegel an die Technische Schule Aalen. „Damit gelingt es, die Exzellenz des Bildungsstandortes mit vorbildlichen Strukturen und Konzepten zu unterstreichen“, würdigte er die Leistungen der Berufsbildenden Schule. Das Qualitätssiegel gibt es seit 2011. Damit zeichnet die Nachwuchsstiftung Maschinenbau in Kooperation der jeweiligen Kultusministerien Berufsschulen aus, die sich im Bereich der rechnergestützten Fertigung besonders hervorgetan haben. 

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