Storytelling in der Ausbildung

Storytelling in der Ausbildung gewinnt zunehmend an Bedeutung: Unternehmen suchen nach modernen Möglichkeiten, Auszubildende stärker zu motivieren, Lerninhalte praxisnah zu vermitteln und digitale Lernmethoden sinnvoll einzusetzen. Besonders in Kombination mit KI und digitalen Lernplattformen wie MLS entstehen neue Wege für nachhaltigen Lernerfolg und zeitgemäße Wissensvermittlung.

Storytelling in der Ausbildung bedeutet, Lerninhalte mithilfe von Geschichten, Szenarien und spielerischen Elementen praxisnah und motivierend zu vermitteln. Gerade in der digitalen Ausbildung hilft dieser Ansatz dabei, Motivation, Praxisnähe und nachhaltigen Lernerfolg von Auszubildenden zu steigern.

Wie Storytelling, KI und digitale Ausbildungsdidaktik in der Praxis funktionieren können, zeigt das Beispiel der MULTIVAC Group. Im Interview berichtet Ausbilder Sven Lettau, wie er Lernaufgaben in MLS entwickelt, kreative Storytelling-Ansätze nutzt und warum Mut zum Ausprobieren heute wichtiger ist als Perfektion.

Warum kreative Lernansätze motivieren

„Ich bin schon seit Langem der Meinung, dass wir mehrere und unterschiedliche Wege ausprobieren müssen, um Wissensvermittlung attraktiver und zeitgemäßer zu gestalten. Digitale Medien wie MLS empfinde ich dabei als besonders praktisch, weil ich sie jederzeit und überall unkompliziert nutzen kann.

Gerade die Idee, Lerninhalte spielerisch zu verpacken, halte ich für extrem wirkungsvoll. Mit einem Storytelling-Ansatz gelingt es, eher trockene Lerninhalte so aufzubereiten, dass Lernen Spaß macht und die Motivation steigt.”

Lernaufgaben mit Storytelling entwickeln: So funktioniert der Praxisansatz

„Ich starte meist bewusst mit der Lernaufgabe, die für mich am langweiligsten klingt. Dann überlege ich mir entweder selbst ein passendes Szenario bzw. eine Geschichte oder beziehe meine Auszubildenden mit ein. Auch KI ist dabei extrem hilfreich und liefert wertvolle Ideen und Anregungen.

Sobald eine grobe Story steht, passe ich sie gezielt an den Lerninhalt an. Ich unterteile alles in kleine Kapitel und baue Aufgaben, Meilensteine oder „Quests“ ein, damit der Lernprozess überschaubar und motivierend bleibt.

Zum Schluss definiere ich für mich das große Finale: Was ist das eigentliche Ziel dieses Lerninhalts? Was soll der Azubi am Ende unbedingt verstanden und behalten haben? Darauf baue ich dann Übungen und Aufgaben auf, die logisch aufeinander aufbauen und für den Azubi ein greifbares Erfolgserlebnis schaffen.”

Erfolgreiches Storytelling: Diese Elemente sind entscheidend

„Ein ganz entscheidender Punkt ist für mich: nicht zu lange nachzudenken. Wenn man sich zu viele Gedanken macht und alles perfekt haben will, fängt man am Ende oft gar nicht an – oder kommt viel zu spät in die Umsetzung.

Mir ist dabei ein Leitsatz besonders wichtig geworden: Lieber unperfekt starten als perfekt stehen bleiben. Fehler gehören dazu und sind kein Problem – entscheidend ist, überhaupt anzufangen. Denn erst durch Ausprobieren, Fehler und Anpassungen entsteht echte Weiterentwicklung und nachhaltiger Lernerfolg.”

Wie künstliche Intelligenz Lernaufgaben unterstützt

„KI spielt für mich eine sehr entscheidende Rolle. Ohne sie würde es mehrere Tage dauern, einen Lerninhalt in ein Storytelling-Konzept zu überführen. Erst durch KI ist es wirklich möglich geworden, meine Gedanken, Anforderungen und Ziele schnell in brauchbare Geschichten umzusetzen.

Ich nutze KI besonders für Bilder – etwa zur Darstellung von Szenarien oder Charakteren innerhalb der Story. Das macht die Inhalte lebendig und anschaulich, vor allem bei Dialogszenen, die deutlich mehr Spaß machen zu lesen.

Auch bei der Entwicklung der Story selbst hilft mir KI enorm: Welche Charaktere brauche ich? Welche möglichen Szenarien passen? Sie hilft mir, meine Ideen zu strukturieren und verschiedene Optionen vorzuschlagen, aus denen ich auswählen kann.
Der größte Vorteil für mich: KI sortiert meine Gedanken und bringt sie in eine verständliche, nutzbare Form – das spart enorm viel Zeit und nimmt mir Themen wie Rechtschreibung, Grammatik und Verständlichkeit ab.“

Tipps für Ausbilderinnen und Ausbilder zum Einstieg

„Der wichtigste Tipp: einfach machen. Nur wer es ausprobiert, findet heraus, wie es funktioniert. Am Anfang kann sich das Erstellen einer Story ungewohnt anfühlen, und man fragt sich vielleicht, was man da eigentlich gerade für eine wilde Geschichte schreibt – aber genau dann sollte man einfach weitermachen und sich trauen.

Außerdem: das eigene Netzwerk nutzen. Kolleginnen und Kollegen, die MLS-Community und vor allem die Auszubildenden selbst. Sie sind oft unglaublich kreativ, hilfsbereit und freuen sich sehr, wenn sie in solche Konzepte einbezogen werden.

Unterm Strich sind wir an einem Punkt angekommen, an dem sich in der Ausbildung vieles bewegt – und das merken wir deutlich. Für uns als Ausbilder ist jetzt die Zeit gekommen, neue Wege zu gehen. Wir wollen das Beste aus unseren Azubis herausholen, und die Azubis wollen das im Grunde auch – sie brauchen manchmal einfach einen anderen Weg, den wir ihnen aufzeigen können.“

Lernaufgabe für MLS: Storytelling in der Praxis ausprobieren

Um den Einstieg in das Storytelling zu erleichtern, stellt Sven Lettau seine eigens entwickelte Lernaufgabe Unternehmen, die mit der digitalen Lernplattform MLS arbeiten, zur Verfügung.

Wenn Sie die Aufgabe nutzen und eigene Erfahrungen mit dem Storytelling-Ansatz sammeln möchten, sprechen Sie uns gerne an!

Interessierte Unternehmen ohne bisherigen MLS-Zugang erhalten die Möglichkeit, die Plattform kostenfrei zu testen:

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Über die MULTIVAC Group

Die MULTIVAC Group bietet Komplettlösungen für das Verpacken und Verarbeiten von Lebensmitteln, Medizin- und Pharmaprodukten sowie Industriegütern – und setzt als Technologieführer immer wieder neue Maßstäbe im Markt. Das Portfolio umfasst unterschiedliche Verpackungstechnologien, Automatisierungslösungen, Kennzeichnungs- und Inspektionssysteme und nicht zuletzt Verpackungsmaterialien. Ergänzt wird das Spektrum durch bedarfsgerechte Verarbeitungslösungen – von Slicen und Portionieren bis zur Backwarentechnik. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit rund 7.700 Mitarbeitende und ist mit über 80 Tochtergesellschaften international vertreten.

Sven Lettau, Ausbilder bei der MULTIVAC Group

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