Hohentwiel Gewerbeschule Singen erhält Zertifikat auf der AMB 2026

Feierliche Zertifikatsübergabe auf der AMB Stuttgart 2026 (v. l. n. r.): Armin Hochstatter (Auditorenteam), Björn Philipp (Bereichsleiter, Hohentwiel Gewerbeschule Singen), Pascal Noppenberger (Technischer Oberlehrer, Hohentwiel Gewerbeschule Singen), Florian Buschle (Technischer Oberlehrer, Hohentwiel Gewerbeschule Singen), Stefan Fehrenbach (Schulleiter, Hohentwiel Gewerbeschule Singen), Martin Sabelhaus (Kultusministerium Baden-Württemberg), André Wilms (Geschäftsführer, Nachwuchsstiftung Maschinenbau) und Tilo Seltmann (Auditorenteam).

Hohentwiel Gewerbeschule Singen erhält Zertifikat auf der AMB 2026

Von der digitalen Auftragsanalyse bis zum geprüften Werkstück: Die Hohentwiel Gewerbeschule Singen bildet im Unterricht eine durchgängige digitale Prozesskette ab. Für ihre Arbeit im Bereich der digitalisierten beziehungsweise rechnergestützten Fertigung wurde die Schule erfolgreich rezertifiziert. Nun erfolgte die feierliche Übergabe des Zertifikats am 17. September 2026 auf der AMB – Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung in Stuttgart im Beisein von Vertretern des Zertifizierungsteams, des Kultusministeriums Baden-Württemberg und der Nachwuchsstiftung Maschinenbau.

Die Rezertifizierung bestätigt die kontinuierliche Weiterentwicklung des modernen Fertigungsunterrichts an der Hohentwiel Gewerbeschule Singen und würdigt die erfolgreiche Umsetzung digitaler Produktionsprozesse in der beruflichen Ausbildung.

Durchgängige digitale Prozesskette im Unterricht

Grundlage der Rezertifizierung ist eine vollständig durchgängige digitale Prozesskette, die im Unterricht umgesetzt wird. Diese reicht von der digitalen Auftragsanalyse über die Konstruktion mit CAD, die Fertigungsvorbereitung mit CAM und die CNC-Bearbeitung bis hin zur rechnergestützten Qualitätssicherung (CAQ).

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten dabei mit industriell etablierten Softwaresystemen und modernen Fertigungstechnologien. Sie programmieren an realen Steuerungen, fertigen eigene Werkstücke und prüfen die Ergebnisse. So erhalten sie einen praxisnahen Einblick in die Abläufe einer digitalisierten Produktion und erleben, wie moderne Industrie-4.0-Prozesse ineinandergreifen – von der digitalen Planung bis zum geprüften Werkstück.

Audit bestätigt hohe Qualität

Beim vorausgegangenen Audit durch ein Auditorenteam des Kultusministeriums Baden-Württemberg und des Regierungspräsidiums Stuttgart erfüllte die Schule alle Anforderungen des aktuellen Kriterienkatalogs. Beanstandungen oder Abweichungen gab es nicht.

Besonders hervorgehoben wurden die hohe Handlungsorientierung des Unterrichts, das selbstständige Arbeiten der Schülerinnen und Schüler sowie die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Umsetzung. Realitätsnahe Aufgabenstellungen unterstützen dabei den direkten Transfer in die Praxis.

Auch die technische Ausstattung der Hohentwiel Gewerbeschule Singen überzeugte das Auditorenteam. Vernetzte Produktionssysteme, RFID-gestütztes Toolmanagement sowie integrierte ERP- und MES-Systeme schaffen eine moderne Lernumgebung, die den Anforderungen einer digitalisierten Fertigung entspricht.

Wie sich dieser Anspruch im Unterricht widerspiegelt, beschreibt Pascal Noppenberger, Technischer Oberlehrer an der Hohentwiel Gewerbeschule Singen:

„Die Rezertifizierung bestätigt die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Fertigungsunterrichts. Besonders wichtig ist uns, dass unsere Schülerinnen und Schüler digitale Produktionsprozesse nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern von der Planung bis zum fertigen und geprüften Werkstück selbst anwenden.“

Digitale Fertigung gemeinsam weiterentwickeln

Maßgeblich mitgestaltet wird die Weiterentwicklung der digitalisierten Fertigung an der Hohentwiel Gewerbeschule von den Technischen Oberlehrern Pascal Noppenberger und Florian Buschle. Gemeinsam mit dem gesamten Fachbereich verbinden sie moderne Technologien, praxisorientierten Unterricht und aktuelle Anforderungen der Industrie.

Andre Wilms, Geschäftsführer der Nachwuchsstiftung Maschinenbau, betont den Praxisbezug der digitalen Prozesskette:

„Eine durchgängige digitale Prozesskette macht industrielle Abläufe für Schülerinnen und Schüler konkret erlebbar. Die Hohentwiel Gewerbeschule zeigt, wie sich moderne Technologien und praxisnahes Lernen miteinander verbinden lassen und junge Menschen so auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet werden.“

Rezertifizierung bis 2033

Die Rezertifizierung ist bis Januar 2033 gültig. Nach drei Jahren ist ein Review-Gespräch vorgesehen, um die weitere Entwicklung und Qualitätssicherung des Konzepts zu begleiten.

 

Monique Hopfinger

Leiterin Marketing
Tel. 05205 74 2549
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