Nachwuchsstiftung Maschinenbau und das Bayerische Kultusministerium unterzeichnen Kooperationsvertrag

Am 26. Juni 2019 unterzeichnete der Freistaat Bayern als zehntes Bundesland den Kooperationsvertrag mit der Nachwuchsstiftung Maschinenbau des VDMA und dem VDW. Im Unternehmen Haimer GmbH in Ingenhausen unterschrieben im Rahmen einer Feierstunde Herr Ministerialdirektor Herbert Püls, Amtschef im Bayrischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, und der Stiftungsleiter Herr Bole den Vertrag.

Amtschef Herbert Püls aus dem Kultusministerium betont: "In enger Zusammenarbeit wollen Berufsschulen, Kammern und Unternehmen ihre Nachwuchskräfte praxisnah und zukunftsorientiert auf die Arbeitswelt vorbereiten -." "Mit dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung setzen wir einen wichtigen Schritt. Das ist allerdings nur der Anfang. Für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandortes ist es entscheidend, dass alle Akteure kontinuierlich daran arbeiten, jungen Menschen attraktive und innovative Berufsbilder aufzuzeigen", sagt Stiftungsleiter Peter Bole.

Industrie 4.0 verändert die Anforderungen an die Ausbildung - durch neue Technologien, unterschiedliche Organisationsformen und schlankere Arbeitsabläufe. Seit zehn Jahren ist die Nachwuchsstiftung Maschinenbau des VDMA und VDW dabei, ausbildende Unternehmen und berufsbildende Schulen für die technologischen Entwicklungen zu sensibilisieren.

Die auf Nachhaltigkeit ausgelegten Aktivitäten der Nachwuchsstiftung Maschinenbau zur qualitativen Verbesserung der dualen Ausbildung und Gewinnung und Förderung von qualifizierten Nachwuchskräften ist nur über diesen Weg und auf Basis einer dokumentierten Kooperation mit festgelegten qualitativen Zielen zu erreichen. Und dass sich dieses Konzept bewährt hat, zeigt einmal mehr die weitere nun vollzogene Kooperationsvereinbarung.

Ziel der Kooperationen ist es, einen intensiven Wissens- und Technologietransfer aus dem Maschinenbau in die berufs- und allgemeinbildenden Schulen sicherzustellen.

Konkret ermöglicht der Vertrag Lehrkräften im Metallbereich der berufsbildenden Schulen die kostenlose Teilnahme an Fortbildungen und fachlichen Workshops. Die Fortbildungsthemen decken den gesamten Bereich der rechnergestützten Fertigung (CAD-, CAM-, CNC-Technologie) der Steuerungstechnik sowie der Digitalisierung im Zusammenhang mit den Entwicklungen zu Industrie 4.0 ab und werden kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut. Die qualitativ sehr hochwertigen Fortbildungsveranstaltungen werden in Kooperation mit namhaften Herstellern und Partnern der Nachwuchsstiftung Maschinenbau durchgeführt, um so das Know-how aus erster Hand an die Wissensmultiplikatoren weiterzugeben. Die Teilnahme wird mit einem Zertifikat bestätigt.

Darüber hinaus ist im Vertrag die Unterstützung von berufs- und allgemeinbildenden Schulen in Fragen der Berufsorientierung festgehalten, z.B. durch Einladungen und fachkundige Führungen auf Branchenmessen.

Die Vereinbarung sieht auch die Entwicklung eines Qualitätssiegels für berufsbildende Schulen vor, das vorbildliche Konzept und Struktur im Bereich der rechnergestützten Fertigung ausweist. Ergänzt wird das Angebot der Nachw3uchsstiftung Maschinenbau durch ein breites Angebot an analogen und digitalen Aus- und Weiterbildungsmaterialien.

Zusätzlich wird in Bayern auch die Ausbilderförderung für die Unternehmen auf- und ausgebaut, damit auch die dualen Partner in der beruflichen Ausbildung qualifiziert werden. Interessierte Ausbilder sind eingeladen, an dem breiten Angebot der Nachwuchsstiftung Maschinenbau zu partizipieren.

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